Unsere Pädagogik in Zeiten von Corona

April 2020 Seit dem 16. März bieten unsere Einrichtungen eine Notbetreuung an, die meisten Kinder waren schon viele Wochen nicht ihrer Kita. Freunde, die sie sonst täglich sehen, dürfen sie nicht treffen, ein wichtiger Lebensort ist für viele plötzlich weggefallen.

Gerade in diesen herausfordernden Zeiten sehen unsere Pädagoginnen und Pädagogen es als ihre wichtigste Aufgabe an, weiter für alle Kinder und ihre Familien da zu sein, sie zu begleiten, die Eltern zu entlasten und ihnen beratend zur Seite zu stehen – oftmals auf anderem Wege als gewohnt.

Kinder beteiligen

Wir bemühen uns, die Kinder an der Gestaltung dieses außergewöhnlichen Alltags zu beteiligen, richten uns in unseren Angeboten möglichst nach ihren Wünschen und Ideen. Unsere Pädagoginnen und Pädagogen lesen vor, erzählen, singen, regen zum Spielen und Tanzen an, geben Tipps zum kreativen Gestalten, entdecken und forschen.

Dabei probieren wir neue Kommunikationswege aus, um räumliche Distanzen zu überbrücken, erfragen Bedürfnisse, machen gemeinsam Erfahrungen und freuen uns, wenn wir lesen und hören, wie glücklich die Kinder über den Austausch mit ihren Pädagoginnen und Pädagogen sind.

Projekte an vielen Orten gleichzeitig

Garten-, Pflanz- und Kunst-Projekte finden im Moment an mehreren Orten gleichzeitig statt – in der Kita und zu Hause bei den Familien. Wir gestalten den Austausch so konkret wie möglich. In einigen Kitas legen Familien beispielsweise Kunstwerke vor der Tür ab, um das Projekt „nach Corona“ gemeinsam zu vollenden. Es gibt Ausstellungen in den Fenstern der Kitas, Steinschlangen vor den Häusern und bunte Kreidebilder auf den Fußwegen. Einige Kinder bekommen Postkarten und Anrufe von ihren Pädagoginnen und Pädagogen.

Vertraute Gesichter

Gleichzeitig nutzen wir technische Möglichkeiten, damit die Kinder die vertrauten Pädagoginnen und Pädagogen aus der Kita und auch die Räume, die sie so gut kennen, erleben können. Es gibt virtuelle Treffen, viele unserer Kitas haben darüber hinaus einen passwortgeschützten Bereich, in dem die Familien Videos und Tonaufnahmen aus ihren Einrichtungen finden können. Per E-Mail, durch Bildergalerien auf den Internetseiten, in Videokonferenzen gelingt zudem ein Austausch der Kinder untereinander. Sie können sehen, was ihre Freunde gemalt, gebastelt oder gebaut haben, wie die anderen die Zeit zu Hause mit der Familie verbringen.

Wir freuen uns, dass es gelingt, auf vielfältige Weise mit den Familien in Kontakt zu bleiben – gleichzeitig wünschen wir uns, dass unsere Kitas schon bald wieder zu echten Lebensorten für die Kinder werden und wir wieder persönlich für sie und ihre Familien da sein können.

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